{"id":185,"date":"2016-07-09T17:35:36","date_gmt":"2016-07-09T17:35:36","guid":{"rendered":"http:\/\/sperzelhp.de\/?p=185"},"modified":"2016-07-09T17:35:36","modified_gmt":"2016-07-09T17:35:36","slug":"die-intervention-in-der-yogapraxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sperzelhp.de\/?p=185","title":{"rendered":"Die Intervention in der Yogapraxis"},"content":{"rendered":"<p>Tipps und Anregungen bei physischen St\u00f6rungen in Muskeln, Sehnen und Gelenken und deren Handhabung in der \u00dcbungspraxis des Yoga<\/p>\n<p>Als Yogalehrer werde ich immer wieder mit Gesundheitsst\u00f6rungen konfrontiert, \u00fcber die mich Teilnehmer meiner Yogastunden vor Stundenbeginn unterrichten, um einerseits Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine angepasste Ausf\u00fchrung der \u00dcbungen zu erreichen, die andererseits aber auch um Rat und Hilfe nachfragen. Ich werde mich daher in den folgenden Zeilen bem\u00fchen, eine Systematik aufzuzeigen, in und mit der Hilfestellungen durch Yoga\u00fcbungen und Ratschl\u00e4ge f\u00fcr Dritte m\u00f6glich werden.<br \/>\n<!--more-->Zun\u00e4chst ist eine Unterscheidung zu treffen zwischen akuten Erkrankungen und langfristig wirkenden St\u00f6rungen:<\/p>\n<p><u>Akute Erkrankungen<\/u> erscheinen oft sehr schnell, bilden dauerhafte Schmerzempfindungen (heller Schmerz mit und ohne Bewegung) heraus und k\u00f6nnen oftmals ganz eindeutig einer Ursache zugeordnet werden. Neben physischen Verletzungen (Unf\u00e4lle) gibt es hier Zerrungen, Verspannungen und tiefliegende Bluterg\u00fcsse, die meist durch ungewohnte heftige Bewegungen oder Belastungen ausgel\u00f6st werden. Hier bilden sich oft zus\u00e4tzlich Entz\u00fcndungsreaktionen aus, die schmerzhaft wahrgenommen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAkute Erkrankungen werden in der \u00dcbungspraxis sehr sanft angegangen, denn es gen\u00fcgt den K\u00f6rper im Yoga langsam zu bewegen und die Ausbildung einer Schutzverspannung, die dann eine St\u00f6rung der langfristig wirkenden Kategorie w\u00fcrde, zu verhindern. Sich zu \u00f6ffnen und die Zirkulation zu unterst\u00fctzen ist hilfreich und meist auch schon vollkommen ausreichend.<\/p>\n<p><u>Langfristig wirkende St\u00f6rungen<\/u>, oftmals auch einfach als Verspannungen bezeichnet, gehen in der Regel mit dunklen und bewegungsabh\u00e4ngigen Schmerzempfindungen einher oder sie machen einfach ganz bestimmte Bewegungen, die als normal gelten, unm\u00f6glich. Meist sind schlechte Gewohnheiten wie Bewegungsmangel, schlechte Haltung, berufliche oder sportlich einseitige Belastungen oder auch die Nachwirkungen von Verletzungen (Vernarbungen) die Ursache.<br \/>\nHier m\u00fcssen zun\u00e4chst einmal die auftretenden Schutzverspannungen beseitigt werden, was bei Gelingen manchmal ein Wiederaufleben der akuten Erkrankung heraufbeschw\u00f6rt, die durch die Schutzma\u00dfnahme ja gerade ertr\u00e4glich gehalten wurde. Diese wird dann durch eine \u00dcbungspraxis der akuten Kategorie unterst\u00fctzt. Klingen die akuten Erscheinungen dann ab, kann mit der Wiederherstellung eines ausreichenden Bewegungsradius begonnen werden. Sanftes Dehnen, Strecken, \u00d6ffnen des Gewebes und anschlie\u00dfende kr\u00e4ftigende \u00dcbungen sind dabei das Mittel der Wahl. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Muskulatur weich und kr\u00e4ftig zugleich ausgeformt wird, um \u00dcberlastungen, die wiederum zu neuen, aber anders gelagerten St\u00f6rungen f\u00fchren k\u00f6nnen, zu vermeiden.\u00a0 Bei sehr alten und weit ausgebildeten St\u00f6rungen wie zum Beispiel Skoliosen muss bedacht werden, dass hier die St\u00f6rung bereits als eine Gleichgewichtigkeit auftritt, deren Korrektur das ganze System in Frage stellen w\u00fcrde. Hier ist mehr eine Stabilisierung als eine R\u00fcckf\u00fchrung durch Yoga gefordert.<\/p>\n<p>Lockerung, \u00d6ffnung und Zirkulation sind bei allen St\u00f6rungen der Beginn jeder \u00dcbungsreihe. Nur bei langfristig wirkenden St\u00f6rungen ist ein L\u00f6sen der Schutzverspannung, dann dehnen und kr\u00e4ftigen und somit ein Erweitern des Bewegungsradius m\u00f6glich. Dabei sollten immer wieder lockern, \u00f6ffnen und die Zirkulation anregende Elemente eine Rolle spielen. F\u00fcr fortgeschritten \u00dcbende verschiebt sich weiterhin die Gewichtung von k\u00f6rperlicher zu mehr energetischer Intension, wobei sich nur der Schwerpunkt etwas verlagert. K\u00f6rperlich wirksame \u00dcbungen sind immer notwendig, um einen Status zu halten. Sie entwickeln sich dabei von groben zu feingesponnenen Bewegungsmustern, kommen vom einfachen Machen zu mehr und mehr eleganten Formen. Nur noch energetisch \u00fcben zu wollen aber, weil wir ja so fortgeschritten sind, ist ungeschickt. In allen asiatischen \u00dcbungswegen (Do) ist ein ausgewogener Mix aus k\u00f6rperlichen, energetischen und mentalen Elementen gefordert. Energetische \u00dcbungen auf schwacher k\u00f6rperlicher Basis sind sch\u00e4dlich. Mentale \u00dcbungen wie Meditation auf rein muskul\u00e4r gest\u00fctzter Basis sind anstrengend und erm\u00fcdend und daher wenig hilfreich. Ein gesunder K\u00f6rper ist kr\u00e4ftig und energetisch gef\u00fchrt. In diesem wohnt dann auch der sprichw\u00f6rtliche gesunde Geist, sofern man diesen sich auch zum Gesunden hin entwickeln l\u00e4sst.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/sperzelhp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F185&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/sperzelhp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F185&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sperzelhp.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Yogalehrer werde ich immer wieder mit Gesundheitsst\u00f6rungen konfrontiert, \u00fcber die mich Teilnehmer meiner Yogastunden vor Stundenbeginn unterrichten, um einerseits Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine angepasste Ausf\u00fchrung der \u00dcbungen zu erreichen, die andererseits aber auch um Rat und Hilfe nachfragen. 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